Fortbildungsseminar Zwischenbilanz zur DSGVO

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurde in der EU ab dem 25. Mai und im EWR ab dem 20. Juli 2018 wirksam. Obwohl bereits zwei Jahre zuvor verabschiedet, führte sie dennoch zu sehr viel Aufsehen: in der Presse, bei betroffenen Unternehmen und Behörden sowie bei Datenschutzbeauftragten, und nicht zuletzt auch bei den Datenschutzbehörden.

Mittlerweile ist es um die DSGVO etwas ruhiger geworden. Hat sie ihre Ziele erreicht? Was hat sich mit der DSGVO verändert? Diese Veranstaltung soll eine erste Zwischenbilanz ziehen. Dabei wird der aktuelle Stand zur DSGVO aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert: aus Sicht der Unternehmen, der Schweiz als Drittland sowie den Aufsichtsbehörden.

Organisiert wird das Fortbildungsseminar durch die Private Universität im Fürstentum Liechtenstein in Zusammenarbeit mit dem dsv.li - Datenschutzverein in Liechtenstein, dem österreichischen Verein der Datenschutzbeauftragten, der BWB Rechtsanwälte AG, der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer sowie der Datenschutzstelle im Fürstentum Liechtenstein. Reservieren Sie sich bereits jetzt den 17. Dezember 2019. Die Veranstaltung wird im Gemeindesaal in Triesen stattfinden.

Weitere Informationen finden Sie hier

Selbstevaluation Datenschutz

Vor kurzem hat die Datenschutzstelle ihre Aufsichtstätigkeit intensiviert und einen Fragebogen an verschiedene Unternehmen geschickt, mit welchem der Stand der Umsetzung der diversen datenschutzrechtlichen Pflichten unter der DSGVO in diesen Unternehmen abgefragt und kontrolliert wird.

Damit auch Sie einschätzen können, wo Sie in Bezug auf die Umsetzung des Datenschutzrechts in Ihrer Organisation stehen, stellt die Datenschutzstelle diesen Fragebogen auf ihrer Webseite zur freien Verfügung. Somit können Sie im Sinne einer Selbstevaluation herausfinden, wo allenfalls noch Lücken bestehen und wie Sie diese am besten schliessen können, damit Sie im Falle einer künftigen Kontrolle durch die Datenschutzstelle bestens vorbereitet sind.

Den Fragebogen der Datenschutzstelle zur DSGVO-Umsetzung finden Sie hier

Internationaler Datentransfer

Viele Organisationen übermitteln täglich grenzüberschreitend personenbezogene Daten, häufig auch an Empfänger in so genannten Drittländern ausserhalb des EU/EWR-Raumes. Gerade in Liechtenstein arbeiten viele Betriebe mit Dienstleistern in der Schweiz zusammen, die aus DSGVO-Sicht ein Drittland darstellt. Damit es bei solch internationalen Datenübermittlungen nicht zu einer Unterwanderung des hohen Datenschutzniveaus der DSGVO kommt, müssen auch (von Empfängern) in Drittländern ein adäquater Datenschutz, durchsetzbare Rechte sowie wirksame Rechtsbehelfe für die Betroffenen sichergestellt werden. Die bekanntesten Instrumente dazu sind der Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission oder geeignete Garantien wie Standarddatenschutzklauseln und verbindliche interne Datenschutzvorschriften (Binding Corporate Rules).

Mehr zum internationalen Datentransfer und den wichtigsten Instrumenten zur Gewährleistung eines adäquaten Schutzniveaus personenbezogener Daten kann hier auf der Internetseite der Datenschutzstelle nachgelesen werden.

Verantwortlicher

Eine zentrale Frage aus Sicht der Datenschutzstelle ist immer wieder: Wer ist der Verantwortliche für eine bestimmte Datenverarbeitung? Schliesslich ist er es, den die zentralen datenschutzrechtlichen Pflichten aus europäischer Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und liechtensteinischem Datenschutzgesetz (DSG) treffen. Der Verantwortliche hat bei all seinen Datenverarbeitungen mittels geeigneter Massnahmen für die Einhaltung des Datenschutzes zu sorgen. Für dies ist er rechenschaftspflichtig und verantwortlich gegenüber den Betroffenen, deren personenbezogene Daten er verarbeitet, wie auch gegenüber der Aufsichtsbehörde.

Mehr zur Rolle des Verantwortlichen kann hier auf der Internetseite der Datenschutzstelle nachgelesen werden.

Das Datenschutzrecht des Europarats

Der Europarat war schon sehr früh im Datenschutz aktiv und hat bereits im Jahre 1981 ein internationales Übereinkommen zum Schutz des Menschen bei der automatischen Verarbeitung personenbezogener Daten verabschiedet. Dieses wurde zwar in der Zwischenzeit ergänzt und modernisiert, doch entfaltet es nach wie vor eine grosse Wirkung durch die Unterzeichnung zahlreicher Staaten aus der ganzen Welt, die sich diesen datenschutzrechtlichen Grundsätzen und Regeln anschliessen. Auch über vielfache Empfehlungen sowie die Rechtsprechung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofes prägt der Europarat die weltweite Entwicklung eines griffigen Datenschutzrechts massgeblich.

Weitere Informationen zum Datenschutzrecht des Europarates finden Sie hier auf der Internetseite der Datenschutzstelle.